Protokoll des Arbeitskreises
"Akkreditierung von Ba/Ma-Studiengängen"

(Freiburg SoSe 2002)

Fr, Sa, 2002-05-31, 06-01

Anwesende: Brigitte (U Bayreuth); Dominic (TU Darmstadt); Sonja (U Hamburg); Denis, Stefan (TU Freiburg); Karoline (U Hannover); Jens (U Münster); Olaf (U Göttingen); Stefan (TFH Berlin).

Protokollant: Jens (Münster)

TOP 1 Erstellung einer Tagesordnung

Der Arbeitskreis einigte sich auf folgende Tagesordnung:

  1. Erstellung einer Tagesordnung
  2. Bericht über alles was bisher läuft
  3. Studentische Qualitätsstandards
  4. Zukunft des Pools
  5. BuFaTa-Gutachter
  6. Verschiedenes


TOP 2 Bericht über alles, was bisher läuft

Sonja, Denis und Dominic erzählen kurz den “Neuen” im AK von der Struktur der Akkreditierung in Deutschland, von dem Verfahren mit dem Pool und von der A-CBC.
Das Zusammenlegen von A-CBC und ASII zu ASIIN wurde erörtet. Die Vorstände beider Agenturen haben das schon beschlossen, offiziell haben wir von dem Beschluss noch nichts gehört.

TOP 3 Studentische Kriterien für Akkreditierungsverfahren

Die in Bonn erstellte Liste mit den jeweils als Antwort auf den Fragenkatalog der A-CBC formulierten Anforderungen an Studiengänge wurde durchgesehen, erweitert und verbessert; im wesentlichen anhand der schon früher erarbeiteten BuFaTa Papiere zu den Themen Studienreform, ECTS und Arbeitssicherheit. Es wurde außerdem ein Katalog von elf studentischen Kriterien an Akkreditierungsverfahren erarbeitet;
"nogoer": Entspricht ein Studiengang nicht denjenigen Kriterien, die als unbedingt zu erfüllen formuliert sind, so ist nach Auffassung des AK Akkreditierung im studentischen Votum die Akkreditierung zu versagen – unabhängig davon, wie toll der Studiengang auch sonst noch sein möge!

TOP 4 Zukunft des Pools

Gremienbesetzung (z.B. AkkRa und Akkreditierungskommissionen, Fachausschüsse), wie soll das laufen? Wer hat Stimmrecht? LATs, LAKs, FZS, BuFaTas?
BuFaTa Meinung: Gremienbesetzung nur per Wahl auf Pooltreffen, Stimmrecht nur für die genannten. Wenn fachbezogen, dann soll die entsprechende BuFaTa oder die entsprechenden BuFaTas, die unter sich selber ein Verfahren finden müssen, selber wählen. Falls dieses nicht klappt, soll auf dem Pooltreffen gewählt werden. Wenn Länderagentur nur in einem Land akkreditiert, dann das entsprechende LAT.

TOP 5 BuFaTa-Gutachter

Aileen kommt gerade aus dem Ausland wieder und hat wohl auch noch Interesse. Stefan Gramm (Dresden) soll angeschrieben und gefragt werden, ob er noch Interesse hat (macht Jens)

TOP 6 Verschiedenes


Studentische Kriterien für Akkreditierungsverfahren

AK Akkreditierung der BuFaTa Chemie
Freiburg, Mai/Juni 2002

  1. Bachelor- und Masterstudiengänge werden nur im Rahmen konsekutiver Studiengänge ohne jegliche Hürden beim Übergang vom Bachelor- in den Masterstudiengang – seien es Noten, Fachsemester o.a. – akkreditiert. Es muss gesichert sein, dass finanzielle Unterstützung gemäß BAföG bis zum Masterabschluss gewährt wird. Zu gegebenenfalls parallel existierenden Diplomstudiengängen muss unbeschränkte Durchlässigkeit gegeben sein.
  2. Es werden sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudiengang keinerlei Studiengebühren erhoben.
  3. Ein Studienverlaufsplan, aus dem die Studierbarkeit hervorgeht, muss unbedingt vorgelegt werden. Für universitäre Studiengänge gilt als Richtlinie eine maximale Semesterwochenstundenzahl von 25 SWS (vgl. mehrfach bestätigter Beschluss der BuFaTa WiSe 94/95 in Braunschweig), die stärkere Präsenzorientierung an Fachhochschulen ist zu berücksichtigen. Eine Teilzeitstudierbarkeit auf Grundlage eigenständiger Studiengestaltung muss möglich sein.
  4. Bei der Einführung von Kreditpunktsystemen (z.B. ECTS) sind folgende Kriterien zu erfüllen: Die Punkte müssen ‚Zweitwährung‘ bleiben, sie sind nicht mit einer Note verbunden und werden erst beim Hochschulwechsel relevant. Die jeweils vergebene Punktzahl richtet sich ausschließlich nach der Gesamtarbeitszeit, nicht nach Präsenzzeit, Note oder Niveau der Lehrveranstaltung. Zur Wahrung der Freiheit des Lernens ist auszuschließen, dass die Punktvergabe von der Anwesenheit abhängig gemacht wird. (Vgl. BuFaTa WiSe 98/99 in Berlin)
  5. Ein international ausgerichteter Studiengang erfordert neben der fachlichen auch eine grundlegende sprachliche Kompetenz. Hierzu sollten in den Bachelor-Studiengang mindestens zwei SWS Sprachlehrveranstaltungen aufgenommen werden. Um den individuellen Werdegängen der Studierenden gerecht zu werden, sollten dazu alle am Studienort angebotenen Sprachen wählbar sein. Auf die Sprachkurse werden keine Studiengebühren erhoben. (Vgl. BuFaTa WiSe 99/00 in Bonn)
  6. EDV-Arbeitsplätze für Studierende inclusive Internet sowie Betreuung und EDV-Kurse müssen am Studienort bedarfsdeckend angeboten werden. Es dürfen keine Benutzungs- oder Kursgebühren erhoben werden.
  7. Im Sinne einer interdisziplinären Ausbildung und um der Bedeutung der Chemie als Querschnittswissenschaft Rechnung zu tragen, sollte mindestens eines der Wahlfächer auch für chemiefremde Fächer geöffnet werden. Die Anforderungen an eine Chemikerin oder einen Chemiker basieren nicht allein auf fachlichem Wissen, sondern auch auf der Fähigkeit, das Fach in den gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen. (Vgl. BuFaTa WiSe 99/00 in Bonn)
  8. Um zu gewährleisten, dass den Studierenden die Fähigkeit vermittelt wird, verantwortungsbewusst mit Gefahrstoffen umzugehen, müssen Lehrveranstaltungen zum Arbeits- und Umweltschutz sowie zur Toxikologie bereits im Bachelorstudiengang in angemessenem Umfang enthalten sein. (Vgl. BuFaTa WiSe 99/00 in Bonn)
  9. Die Lehrenden sollen regelmäßig an didaktischen Fortbildungen teilnehmen.
  10. Eine Stellungnahme der örtlichen Studierendenschaft, wenn vorhanden der Fachschaftsvertretung, ist vorzulegen.
  11. Beim Umgang mit Gefahrstoffen müssen die Mindeststandards gemäß Arbeitsschutzgesetz und Gefahrstoffverordnung sowie nach den Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Umgang mit Gefahrstoffen im Hochschulbereich (GUV 19.17) erfüllt sein. Das beinhaltet, dass die Studierenden regelmäßig, mindestens jedoch vor der Aufnahme einer neuartigen Tätigkeit bzw. einmal jährlich arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogen unterwiesen werden. Dabei sollte besonderer Wert auf praktische Unterweisungen in Kleingruppen am Arbeitsplatz sowie auf eine fundierte mindestens dreitätigige Sicherheitseinführung (gemäß den Forderungen der GDCh von 1989) für Studienanfänger gelegt werden.